Turmbau zu Babel

Der Turmbau zu Babel ist eine bekannte und von Künstlern immer wieder aufgegriffene Erzählung aus dem Alten Testament der Bibel (Genesis 11, 1–9) über die Hybris des Menschen, der versucht, gottgleich zu werden und dafür mit Verwirrung bestraft wird. Thomas Virnichs Version dieses Turms ist ein äußerst fragil erscheinendes Gebilde, eine zylindrische Anhäufung architektonischer Fragmente und verschiedenster Gegenstände, in Bronze gegossen und farbig gefasst.

Allein das Material verleiht ihnen eine gewisse Homogenität und Stabilität, dennoch bleibt die Optik der ursprünglichen Pappmachée-Modelle erhalten, die durch die Bronze verwittert wirken, als seien sie aus einem lange versunkenen Wrack geborgen worden. Der Künstler erkennt in diesem Werk die kulturellen Leistungen der Menschheitsgeschichte durchaus an und baut auf ihnen auf. Zweifel an den konzeptionellen Fähigkeiten des Menschen und an der Beständigkeit seiner Erzeugnisse sind jedoch deutlich erkennbar.


Jahr

2002

Material

Bronze, farbig gefasst

Dimension

ca. 450 x 200 x 200 cm

Ort

Mönchengladbach, Rathausplatz 1

Fotos

Carsten Gliese

Launch Site